Wo kaufst Du Dein Fleisch? - Keine Angst, Du musst es mir nicht sagen.

Gehst Du in den Supermarkt, ist dir sicherlich schon der Aufkleber auf den Fleischpackungen aufgefallen.
Die Haltungsform des Tieres ist nun mittels Farben und Ziffern gekennzeichnet.

Ist es Dir schon aufgefallen? Und wenn ja, hat das Zeichen Deinen Kaufimpuls verändert?

Also meinen schon.

Zum Beispiel dachte auch ich immer, wenn die Verpackung besonders nach „Landlust“ und „Bauernhof“ aussieht, muss es dem Tier gut gegangen sein und ich kann das Fleisch mit gutem Gewissen kaufen.
Mit dem Aufkleber kam jedoch die erschreckende Wahrheit.
Das was ich dachte, ist da gar nicht drin.

Was die einzelnen Haltungsformen beinhalten könnt ihr auf www.haltungsform.de einsehen.
Es gibt eine ziemlich gute und überschaubare Übersicht.
Auf Wunsch sende ich Euch diese auch gerne als PDF zu.

Mein persönliches Fazit:

Ich finde den Aufkleber über die Haltungsform super, vorausgesetzt die Betriebe halten sich auch daran!
Wir brauchen allerdings noch mehr Aufklärung!
Das was gerade im Lebensmittelmarkt passiert ist sehr wichtig für unser zukünftiges Ess- und auch Kaufverhalten.

Mit dem Hinweis über die Haltungsform des Tieres, den Nutri-Score auf verarbeiteten Lebensmitteln, gehen wir auf jeden Fall einen Schritt in die richtige Richtung.

Bedenkt immer: Die Nachfrage bestimmt das Angebot.

Und nur wir Verbraucher können an der Tierhaltung und der Lebensmittelindustrie etwas ändern.

Meine Bitte an Euch: kauft bewusst.

Einige prägende Kriterien der jeweiligen Haltungsformen möchte ich Euch jedoch schon jetzt mit auf den Weg geben:

Haltungsform 1: Stallhaltung
• Ausschließlich Stallhaltung
• absoluter Mindestplatz für die jeweiligen Tiere, d.h. nicht mehr als nötig. Ein Schwein wird auf mind. 0,75m² gehalten
• das Futter muss QS-zugelassen bzw. QS-anerkannt sein und kann somit auch aus genverändertem Getreide bestehen
• Antibiotikamonitoring

Haltungsform 2: Stallhaltung Plus
• Stallhaltung mit Bonus, z.B. wird das Stallklima der Putenmast jährlich überprüft
• Für Milchkühe gibt es Weidengänge – mind. 120 Tage / 6h mit saisonaler Anbindehaltung
• das Futter muss QS-zugelassen bzw. QS-anerkannt sein und kann somit auch aus genverändertem Getreide bestehen
• Antibiotikamonitoring

Haltungsform 3: Außenklima
• Stallhaltung bzw. Laufstallhaltung mit Zugang zum Außenklimabereich
• Schweine erhalten mind. Eine Offenfrontstall
• Futtermittel ohne Gentechnik
• Antibiotikamonitoring

Haltungsform 4: Premium
• Stallhaltung mit ständigem Zugang zu Auslauf oder Freilandhaltung
• Futtermittel ohne Gentechnik, ein Teil des Futters muss vom eigenen Betrieb bzw. aus der Region stammen
• Antibiotikamonitoring

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