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Autogenes Training, warum wieso und weshalb ist es so wirkungsvoll? TEIL 2

TEIL 2

Was bewirken die Hormone Adrenalin und Noradrenalin im Organismus?

Adrenalin erhöht die Schlagkraft unseres Herzens und gleichzeitig den systolischen (Anspannungswert des Herzens) Wert des Blutdrucks.
Die Skelettmuskulatur wird verstärkt durchblutet, die Atmung verstärkt sich und gespeicherte Energiereserven werden mobilisiert.
Der Körper stellt sich in Windeseile auf einen Kampf oder eine Flucht ein.
Und dabei ist es ganz egal, ob wir wirklich von einer gefährlichen Situation bedroht werden oder es wieder einmal nur der morgendliche Stau oder der nervende Chef ist.

Noradrenalin erhöht den diastolischen (Erschlaffungswert des Herzens) Wert des Blutdrucks, lässt die Bronchien weiten und setzt Blutfette frei.
Zudem hemmt es die Magen-Darm-Tätigkeit, um Energie für den Kampf oder die Flucht zu sparen.
Um es kurz und knapp zu sagen, Deine Atmung wird schneller und wie Du merkst Dein Herz schneller zu pochen beginnt. Vielleicht bekommst Du auch schwitzige Hände.

Dauert unsere Stresssituation nun länger an, werden weitere Hormone aktiviert, um den Organismus mit Energie zu versorgen.

Cortisol und Schilddrüsenhormone werden vermehrt ausgeschüttet.
Cortisol sorgt u.a. dafür das neuer Zucker zur Energiegewinnung gebildet wird und durch die vermehrten Schilddrüsenhormone kann dieser wiederrum schneller verstoffwechselt werden.
Zudem sorgt Cortisol für eine weitere Steigerung der Herzfrequenz, sowie für eine Erhöhung der Salzkonzentration im Blut.
Cortisol wirkt auch entzündungshemmend. Dies wirkt sich wiederum mit einer Schwächung auf unser Immunsystem aus, denn um alle Energien auf die Bewältigung des anhaltenden Stresszustandes konzentrieren zu können, wird vorübergehend die Neubildung von Antikörpern gehemmt.

Bauen wir unseren Stress nicht ab und bringen wir unseren Organismus nicht zur Ruhe, erhält unser Gehirn weiterhin die Information zur Hormonausschüttung.
Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol und die Schilddrüsenhormone werden zu Hauf produziert und in den Blutkreislauf abgegeben.

Der Stress wird chronisch. Und dann?

Das dieses Überangebot an Hormonen krank macht, liegt glaube ich auf der Hand. Dazu kommt, dass unser Körper nur unzureichende Mittel zur Abwehr neuer Belastungen (z.B. Infektionen) zur Verfügung hat, denn unser Immunsystem läuft ja auf Sparflamme.
Wir werden anfälliger für Krankheiten.
Neben „harmlosen“ Infekten kann sich eine Insulinresistenz (Diabetes), ein metabolisches Syndrom (Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte), Herzkrankheiten, Gewichtszunahme, Burn-out, und auch Krebs entwickeln.

Was kannst Du dafür tun Deinen Stress abzubauen?

Die ausgeschütteten Hormone Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol und die freigesetzten Nährstoffe können durch Bewegung abgebaut werden.
Am Besten Bewegung an der frischen Luft. Warum frische Luft so gut für uns ist, kannst Du in meinem Artikel „Waldbaden“ nachlesen.
So weit so gut.
Mit Bewegung kannst Du zwar Deinen „Stress“ abbauen, aber was kannst Du tun, um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen?

Gibt es eine Möglichkeit, Dich stark gegen Stress zu machen?
Ja, die gibt es.

Wissenschaftlich nachgewiesen, gibt es Methoden, mit denen Du den Parasympathikus stärken kannst.
Dazu zählen Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und auch Meditation.
Meine persönlich liebste Entspannungsmethode ist Autogenes Training. Warum?
Weil es so unglaublich einfach in der Anwendung ist und zugleich eine unheimlich große Wirkung hat.

Was passiert bei Autogenem Training mit meinem Organismus?

Das erfährst Du demnächst in TEIL3