Vorsätze, Bilanz und Bauchgefühl

Es ist der 30.12.2020. Morgen noch und das Jahr ist zu Ende. Was für ein Jahr!

Mal ungeachtet dessen, dass dieses Jahr aufgrund der Pandemie wirklich außergewöhnlich gewesen ist, sagen wir diesen Satz nicht jedes Jahr?

Es ist Jahresende und wir ziehen Bilanz.
Warum eigentlich immer zum Jahresende?
Irgendwie brauchen wir Menschen ein Ende.
Denn am Ende wird alles gut, oder? So sagt es der Volksmund.
Wenn also der 31.12.2020 um ist, wird alles gut?

Oder ist es vielmehr so, dass jedes Ende für Jedermanns individuelle Ereignisse – ob positiv oder negativ – individuell gesetzt ist?

Wie ist das mit den Vorsätzen und Zielen?
Ist es wirklich sinnvoll, sich für jedes Jahr Vorsätze und Ziele zu setzen?
Oder ist es sinnvoller Vorsätze und Ziele unter dem Jahr zu formulieren und dann auch passend zu entsprechenden Situationen oder Gefühlen?

Vorsätze und Ziele sind wichtig, für jedermann, keine Frage. Ich selbst bin ein großer Freund von kleinen Zielen. Wenn ich mein gesetztes Ziel erreiche, fühle ich mich lebendig und großartig. Etwas zu erreichen bringt Stärke und Selbstvertrauen.

Ziele zu setzen und zu erreichen trägt zu unserem Entwicklungsprozess bei. Wir sind immer in Entwicklung, im Prozess und das ist auch gut so. Daran wachsen wir und werden weise.

Bilanz ziehen.

Ich ziehe jetzt also Bilanz von meinen Vorsätzen und Zielen für 2020 und muss feststellen, dass ich diese Bilanz garnicht nicht richtig ziehen kann.
Denn die Pandemie hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Viele Vorsätze und Ziele konnte ich nicht umsetzen bzw. konnten sich nicht umsetzen lassen. Nehme ich sie also mit in neues Jahr? Und was ist, wenn mir wieder ein äußerer Umstand einen Strich durch die Rechnung macht? Bin ich dann weiter frustriert und enttäuscht? Es muss ja weitergehen. Irgendwie. Also umdenken und die Vorsätze und Ziele neu formulieren. Oder?

Unterm Strich und trotz Corona war es doch ein erfolgreiches Jahr. Ich habe dieses Jahr wieder viel gelernt. Und allem voran, auf mein Bauchgefühl zu hören. Wenn ich ganz genau hinhöre, dann bringt mich mein Bauchgefühl weiter. Geht es Dir auch so?

Manchmal höre ich meinen Wegweiser „Bauchgefühl“ Warnungen aussprechen.  Und wiederum manchmal ist in diesen Momenten mein Verstand stärker, was bedeutet dem Bauchgefühl lieber nicht zu vertrauen. Und am Ende? Wird nicht alles gut, denn das Bauchgefühl trügt nicht. Was zurückbleibt? Enttäuschung. Und die Erkenntnis, dass beim nächsten Mal, wenn das Bauchgefühl eine Warnung ausspricht, diese doch lieber ernst genommen werden sollte.

Zurück zu den Vorsätzen und Zielen.

Für das neue Jahr nehme ich mir kein konkretes Ziel vor. Natürlich sind da einige Ereignisse die anstehen, doch noch ist alles ungewiss und nicht planbar.
Es kommt alles so wie es kommt. Mein Bauchgefühl wird mich leiten. Natürlich ist auch der Verstand manchmal gefragt.
Aber wenn es im Bauch bei einer Entscheidung zwickt, dann vertraue ich und entscheide um.  

Am Ende? Wird alles gut, darauf vertraue ich.
Wann das Ende sein wird?
Das wird mir mein Bauchgefühl verraten.

Bleibt gesund und passt auf Euch auf. Eure Manuela Knoch

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